Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Essen

~Pröschtli und en Guetä!~

Gestern waren wir in der Schweiz. Rein kulinarisch natürlich. Unsere erste Etappe 2009 auf unserer kulinarischen Weltreise.

Ein Land mit 4 Amtssprachen inmitten Europas kann auf Einflüsse verschiedener Küchen und Kulturen zurückgreifen, wie der deutschen, der französischen und der norditalienischen. Eine Aufteilung der Schweizer Küche kann man grob nach den Sprachgrenzen in Regionen aufteilen.

Also wahrlich ein kulinarischer Schatz aus dem man schöpfen kann. Und ich hätte ja mal wieder zu gerne ein Käse-Fondue gegessen und wir hatten die Möglichkeit in Betracht gezogen ein solches an Heilig Abend zu speisen im Sinne eines Schweizer Abends. Allerdings hätte mein kleiner Milchallergiker da nicht dran teilhaben können und Vorspeise und Nachspeise hätte man beim extrem füllenden Käse vergessen können. ;-)
Ein Raclette hatten wir ja bereits zu Silvester, das kam also auch nicht in Frage. Somit die üblichen Bedingungen für unseren Themenabend, jeder kümmert sich um seinen ausgelosten Menügang.

Nachdem meistens keiner von dem anderen weiß was er auf den Tisch bringen wird, kann ein Abend wie dieser durchaus etwas Gelberübenlastig werden *gg*

Schwesterherz war für die Vorspeise zuständig. Wir waren alle sehr gespannt für was sie sich denn entschieden haben könnte, da wir so gar nichts wussten.
Eine Rüeblisuppe mit Caramel hat sie uns kredenzt. Wirklich sehr sehr lecker und der Schuss Creme fraiche mit dem Caramel hat den Gelbe Rüben eine ganz feine Krone aufgesetzt. Eine feine Krone hat sie auch meiner Küche aufgesetzt *gg* Der Herd und die Spüle waren überzogen von lauter feinen Caramelfäden. Sah sehr interessant aus. Sie hat freiwillig den Küchendienst übernommen!!

Mein Göttergatte hatte den Hauptgang und hat sich für eine Pilzpfanne mit Käse entschieden. Eierschwümmli mit Chäs. Dazu wurde Reis serviert.
Allgemeiner Tenor - KEIN Fleisch? *gg*
Aber während wir so futterten waren wir uns einig, wenn etwas so lecker schmeckt muss es nicht immer Fleisch sein.



Den schwierigsten Part hatte dieses Mal wohl ich mit den Getränken. Da die Schweizer ihren leckeren Wein und auch das Bier wohl am liebsten für sich selbst behalten kommt sehr wenig davon in den Export, und in der Tat ich hatte so meine Schwierigkeiten.
Ein Fehler natürlich auch von mir, dass ich mich dieses Mal sehr spät um die Beschaffung gekümmert hatte, sonst hätte mir mein liebes Teufelsweib bestimmt aus der Predulie helfen können *gg*
Selbst bei unserem renommierten Weinhändler hier hatte ich schlechte Karten. Einzig ein Discounter hielt gerade noch 2 Flaschen Schweizer Weißwein parat. Einen Fendant du Vailais aus dem Schweizer Wallis. 2 Flaschen für 4 Leute? Nun gut bei DEM Preis war eh genießen angesagt. *gg* Und genossen haben wir ihn auch. Ein sagenhaft gutes Tröpfchen. Ich bin ja eher der Rotweinliebhaber, aber dieser Wein hats auch mir angetan. Sehr mild und sehr fruchtig.

Fett war die Pilzpfanne ja nicht wirklich, aber dennoch wollte ich mit meinem Verdauerli nicht hinterm Berg halten. Was mir der Weinhändler an Wein nicht weiterhelfen konnte, hat er beim Snaps wieder wett gemacht. Zuger Kirsch. Ein ganz feiner Kirschbrand aus der Etter-Distillerie.

Während meine Mama ihrer Aufgabe des Desserts gerecht wurde und uns eine wunderbare Rüeblitorte servierte, hab ich in Anbetracht des bevorstehenden Karnevals ein bisserl was aber die Luzerner Fasnacht erzählt. Ein Brauchtum mit langer Tradition und die zweitgrösste Fasnacht der Schweiz.

Die Rüeblitorte hat den nächsten Tag nur knapp überlebt. Unser Menü war dieses Mal ja nicht so mächtig, da passte noch was rein *gg* Und die Torte war sensationell gut. Saftig und nicht so süß, das ist eh nicht wo mein Ding.

Und dann kam sie endlich, die heiss ersehnte Auslosung. Wohin gehts auf der nächsten Etappe unserer kulinarischen Weltreise?

Zur Auswahl standen unter anderem Chile, Ungarn und Irland. Aber unsere Reise geht ins Reich der Mitte, nach China. Ich bin mal wieder für die Getränke zuständig, aber ich denke hier werde ich mir leichter tun als mit der Aufgabe Schweiz. ;-)

Über mich 11.01.2009, 11.34 | (8/8) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Christkindlmärkte und Schneeballschlachten~

Ich liebe Christkindlmärkte! Und Christkindlmärkte vor romantischer Kulisse lieb ich noch mehr!

Wie zum Beispiel den Markt in Erbach im Odenwald, der Heimatstadt meines grossen Schönen. Die Erbacher Schloßweihnacht, die sich rund um das Residenzschloss der Grafen zu Erbach-Erbach hinein in die historische Altstadt, dem "Städtel" mit den vielen Fachwerkhäusern erstreckt. Ganz besonders ist die Atmosphäre natürlich abends wenn das Schloss beleuchtet wird, und auch einer der größten Weihnachtsbäume Deutschlands sowie das Alte Rathaus und die Stadtkirche im Lichterglanz erstrahlen.

Fehlte nur noch der Schnee!! Der war auch da, in Form von viel hässlichem kalten Regen. *schüttel* Dennoch konnten wir zwischendurch unseren Glühwein ohne Verdünnung genießen.




Eigentlich stand ja auch der Michelstädter Weihnachtsmarkt auf dem Programm. 1km von Erbach entfernt und über die Grenzen hinaus bekannt und deshalb leider total überlaufen. Busse über Busse mit Besuchern werden hier angekarrt und füllen die ohnehin sehr engen Gässchen von Michelstadt. Hier muss man wirklich unter der Woche hin. Da wir aber nunmal am Wochenende in Hessen waren hat uns der Dauerregen die Entscheidung abgenommen. Er läuft ja nicht weg, der Weihnachtsmarkt ;-)

Ein Stündchen ohne Regen konnten wir hingegen den Nikolausmarkt in Bad König besuchen. Ganz besonders gut gefallen hat mir dort die alte Backstube um die Jahrhundertwende. Frisch gebacken wurden dort Weckmänner von Bäckern die bestimmt noch aus der Jahrhundertwende stammten ;-) Das Bild war zumindestens sehr authentisch *gg*



Auch eine tolle Kulisse für einen nostalgischen Christkindlmarkt ist Schloß Kaltenberg. So dachten wir zumindestens als wir lasen dass dort jedes Adventswochenende ein Markt stattfindet. Weit ist es ja nicht und deshalb führte unser Weg am Sonntag dorthin wo im Sommer die tollen Ritterspiele sind.
Tja was soll ich sagen. Wir waren enttäuscht. Die Marktstände waren in einem eigens ans Lokal angebautes Zelt untergebracht. Beheizt! Und nicht zu knapp! Schöne Handwerkskunst war da schon zu bestaunen, aber so die richtige Christkindlmarktslust wollte nicht aufkommen. Glühwein gabs nur im Restaurant und wenns bachalwarm ist schmeckt der nicht. Ja das haben wir nicht ganz verstanden warum das im Innern statt fand. Das Gelände rund ums Schloß biedert sich geradezu an einen großen Markt im Freien zu veranstalten. An der Nachfrage kanns nicht liegen, er war gut besucht.

Wenigstens zu ein paar schönen Bildern vom Schloß im Schnee bin noch gekommen, bevor uns der Weg zum Christkindlmarkt nach Herrsching am Ammersee weiterführte ;-)





Und kaum bin ich aus dem Hessenland zurück werd ich doch jäh von einem Schneeball getroffen ;-) Aber war gar nicht so schlimm, denn bei meiner Namensvetterin Kerstin in Frankfurt schauts mit dem Schnee ein bisserl dünn aus.

Da es hier fast überall doch noch winterlich weiss bestellt ist sei mir das Vergnügen vergönnt mit der Schneeballschlacht fortzufahren.



Für 4 Schneebälle reichts allemal. Und den ersten schmeiß ich zu meinen lieben Teufelsweib, denn dort schauts um das kalte Weiß schlecht bestellt aus. Die Wettervorhersage schaut aber gut aus, vielleicht bekommt ihr die nächsten Tage was ab?

Eine weitere Schneekugel geht zur lieben Ocean. Die sich in höheren Lagen über Schnee durchaus nicht beklagen und sich großzügig an der Schlacht beteiligen kann. Wenngleich Du auch eher der Sommertyp bist ;-)

Ebenfalls im schneekargen Hessen beheimatet die liebe Elke, die ich mit einem Schneeball ein bisserl aus der Reserve locken will bevor sie wirklich noch die Krise bekommt. Auweia Du Arme!

Und der vierte Schneeball bleibt im Freistaat ;-) Den schmeiß ich nur ein paar Kilometer weiter zur lieben Caro. Auch dort dürfte genug Schnee liegen um ein paar Schneekugeln zu formen.

Über mich 16.12.2008, 23.51 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Einen schönen zweiten Advent~

wünsche ich Euch!!

Ich bin neugierig! Lasst mich Eure Adventskränze sehen! Dieser hier ist selbstgemacht, passend zur Couchfarbe *gg*



Ich melde mich ab bis nächste Woche! Wir fahren zur hessischen Verwandtschaft. Weihnachtsmärkte in Erbach, Michelstadt und Bad König stehen auf dem Programm, ausserdem die Geburtstagsfeier der Nichte. Nebenher noch Besuche aller umliegenden Verwandten *gg* Ein bisserl stressig wirds schon werden, nichts desto trotz freue ich mich natürlich die Hessen wieder zu sehen, speziell unsere 100 jährige Urli.

Und ein ganz herzliches Dankeschön an mein liebes Teufelsweib auch hier nochmal ganz öffentlich für diese wunderschöne Wichtelgeschenk. Du hast mir eine RIESENFREUDE gemacht und ich kann gar nicht oft genug Danke sagen!Zum Fotografieren hat mir die Zeit nicht mehr gereicht, aber Du und ich wissen ja wie´s ausschaut und was drin war ;-)
Freu mich nächste Woche aufs Tollwood! Bussi!

Über mich 05.12.2008, 10.28 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Na zdrave! ~

bulgarien.gif

Bulgarien war die letzte Etappe auf unserer kulinarischen Weltreise. Ein Land zu dem wir bislang alle so gar keinen Bezug hatten. Und die bulgarische Küche ist hierzulande auch relativ unbekannt. Den Ursprung der typischen bulgarischen Küche zu finden scheint auch nicht so einfach, viele Einflüsse spielen da eine Rolle und viele Gerichte sind so ähnlich auch in anderen Balkanländern zu finden. Der typische bulgarische Geschmack allerdings wird erreicht durch langsames Schmoren aller Zutaten auf schwachem Feuer.

Das Bedeutendste für  bulgarische Essgewohnheiten ist wohl zweifelsohne die Sauermilch. Der Milchbazillus der für die Säuerung sorgt heisst wohl nicht ohne Grund Bacillus bulgaricus. Wieder etwas dazu gelernt, Essen bildet ;-)

Es war durchaus eine Herausforderung entsprechende Rezepte für diesen Abend zu finden. Und hätte mir vor längerer Zeit nicht ein Spechtlein gezwitschert dass es im Besitz eines bulgarischen Kochbuches ist, hätte ich wohl nicht so zu diesem Abend beitragen können.

Die liebe Frau Waldspecht hat mit vollem Einsatz für kulinarische Aushilfe gesorgt. Hab nochmal ganz lieben Dank dafür!!

Mein Göttergatte hatte diesmal den Part der Vorspeise und ausgerechnet er hat sich für einen Salat entschieden. (Seine Devise ist normalerweise: Ich mag keine Vegetarier, denn die essen meinem Essen das Essen weg *gg*)
Einen traditionellen bulgarischen Salat hat er auf den Tisch gebracht. Den sogenannten Schopska-Salat "шопска салата" (Schopisch ist eine Mundart die in Sofia gesprochen wird). Von den Zutaten ähnlich einem griechischem Salat mit Paprika, Tomaten, Gurken, Zwiebeln. Obenauf mit bulgarischem Salzlakenkäse. 

Das Hauptgericht war dieses Mal mir zuteil und ich durfte aus 7 Waldspechtrezepten wählen und habe mich für Geschmortes Huhn mit Gemüse entschieden. Den bulgarischen Namen dafür konnten wir nicht ermitteln, aber vielleicht kann ich ihn noch nachreichen.
Gekochtes Huhn wird auf einem Tomaten-Paprika-Bett geschmort. Mit Röstkartoffeln hab ich das ganze auf den Tisch gebracht. Geschmacklich hat es uns so ein wenig an das ungarische Letscho erinnert und es war wirklich sehr sehr lecker.
Beinahe hätte ich mich ja doch noch für das Panierte Hirn entschieden, aber meine Entscheidung war zu kurzfristig, so dass ich kein frisches Hirn mehr auftreiben konnte. Dieses Rezept reizt mich aber unheimlich, denn ich liebe Kalbshirn, so dass ich dieses Gericht auf alle Fälle bald mal ausprobieren werde.

Zum wiederholten Male war Schwesterlein für die Nachspeise zuständig. Auch hier hat Frau Waldspecht Starthilfe gegeben und Schwesterlein hat sich für Baniza entschieden, warmer Strudelteig mit Käsefüllung. Auch hier haben wir Leckermäulchen ganz schön geschleckt!



Frau Mama war als Schankkellnerin tätig und hatte uns mit bulgarischem Rotwein verwöhnt. Ein bulgarischer Schnaps hätte unser Menü mit Sicherheit abgerundet, aber trotz intensiver Suche war es ihr nicht vergönnt hier einen käuflich zu erwerben.
Somit gabs also als Verdauerli einen Wodka, denn der passt irgendwie immer.

Bevor es an die neue Auslosung ging haben wir noch von einem schönen bulgarischen Brauch erzählt bekommen. Marteniza, мартеница, nach dem bulgarischen Namen für den März, bezeichnet das Schmücken mit rot-weißen Farben als Quasten oder Anhänger als Symbol für den erwachenden Frühling. Ein Talisman für Gesundheit und langes Leben. Man trägt sie bis man die ersten Frühlingsboten sieht, ein Storch oder einen blühenden Baum und hängt sie dann spätestens zum 1. April an einen Baum und wünscht sich etwas Schönes.


Zum guten Schluss ging es dann natürlich endlich an die heiss ersehnte neue Auslosung. Sehr unterschiedlich die Länder dieses Mal. Indien, Südafrika und Finnland wurden leider nicht gezogen, das Rennen hat gemacht: Die Schweiz!!

Kommt uns gar nicht so ungelegen *gg* Denn irgendwie wissen wir immer noch nicht was bei uns an Heilig Abend kulinarisch auf den Tisch soll und für solche Anlässe sind die Schweizer ja Spezialisten. Es würde sich sowohl das Käsefondue wie auch ein Raclette anbieten. Noch sind wir nicht ganz schlüssig, aber vielleicht findet die nächste Etappe der kulinarischen Weltreise ja an Weihnachten statt. Ich würde dann die anderen Arbeiten lassen, denn mit dem Part der Getränke kann ich mich ja wohl entspannt zurücklehnen. ;-)

Über mich 03.12.2008, 21.25 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Pela sua salude!~

Am Freitag hatten wir das nächste Etappenziel unserer kulinarischen Weltreise erreicht. Portugal!!
Ein sehr leckerer Abend, der leider ein wenig überschattet wurde durch mein kränkelndes Schwesterlein. Die war matschig beieinander, genauso wie ihre Nachspeise ;-)

Die portugiesische Küche wird dominiert von allerlei Fisch und Meeresgetier und nachdem mein Göttergatte sich beim Hauptgang schon für Meeresfrüchte entschieden hatte, wollte ich etwas Abwechslung in den Speisengang bringen und hatte mich ursprünglich für eine typische portugiesische Suppe, die Caldo Verde (Grüne Suppe), entschieden. Nachdem ich hier aber weder portugiesischen Grünkohl (Couve Galega), noch Chouriço (portugiesische Wurst) käuflich erwerben kann, hab ich umdisponiert. Es gibt zwar zahlreiche Alternativrezepte mit Blumenkohlblättern oder Grünkohl, sowie mit normaler Salami, aber ich hätte dann doch gerne das Original.

Somit stand ich also in der Küche und kämpfte mit der Zubereitung von Rissóis de Camarão (Teigtaschen mit Krabbenfüllung). Die gesamte Arbeitsplatte wurde von mir in Beschlag genommen. Hier wurde der Teig ausgerollt und Teigplatten ausgestochen, dort drüben war die Abteilung zum Panieren und zwischendrin der Topf mit dem heissen Fett zum frittieren. Ich hatte mir das ganze etwas einfacher und weniger zeitintensiv vorgestellt und mein Mann scharrte schon nervös an der Tür und wollte endlich mit dem Hauptgang beginnen. Doch zuvor musste ich ja noch mein Schlachtfeld aufräumen *gg*

Nein ich bin kein Freund von Frittiertem und mir kommt auch keine Fritteuse ins Haus. Auch wenn sich der Aufwand rein geschmacklich rentiert hat, aber ich krieg diesen widerlichen Fettgeruch nicht aus der Küche. Noch mehr kann ich ja nicht mehr putzen, vielleicht jemand eine Idee?


Nachdem ich also endlich die Güte hatte meinen Hintern aus der Küche zu schwingen, konnte mein Mann mit dem Hauptgang loslegen.

Arroz de marisco - Reis mit Meeresfrüchten hat er sich ausgesucht. Ähnlich einem Risotto mitCalamare, Scampi, Muscheln, Seeteufel. Hmmmmmmmmmmm....
Er hat noch nie mit Meeresbewohnern gekocht und dafür hat er das wirklich prima hinbekommen.

Und Oma, nach einem Jahr kulinarischer Weltreise zum ersten Mal als Schankkellnerin tätig, hat sich für einen Vinho Verde entschieden. Übersetzt heisst das Grüner Wein, gemeint ist damit aber junger Wein. Den es sowohl in rot, weiß als auch in rosé gibt, wenngleich eher der Weißwein exportiert wird, und genau den hatten wir auch in unseren Gläsern. Sehr leicht und spritzig trinkt er sich ausgezeichnet zu Fischgerichten.



Plötzlich hörte man ein "HILFE! Meine Nachspeise lebt!" aus der Küche. Schwesterherz kann kein portugiesisch und die Creme Queimado wohl kein deutsch. So passierte es dass die Creme statt Überbacken wohl Überlaufen verstand, und das tat sie prächtig. *gg* Bei dem Anblick sah ich mich im Geiste schon meinen Backofen putzen.

Sie konnte einem schon leid tun mein Schwesterlein, gesundheitlich angeschlagen und dann noch die missglückte Creme. Nichts desto trotz verteilte sie den Rest der Creme auf Dessertschüsseln und Oma kredenzte dazu einen süssen Madeirawein. Süss, süsser, pappsüss. Bei 600 gramm Zucker ja auch kein Wunder. Man spürt beim Essen förmlich die Karies zucken *lach*

Und ich kam dem Wunsch nach das Malheur nicht abzulichten. Obwohl meinen Backofen hätte ich Euch ja zeigen können. *gg*

Nachdem unsere Oma zum Dessert noch ein bisserl was zu weihnachtlichen Brauchtümern in Portugal erzählte, gings auch direkt zur neuen Auslosung, denn krank Schwesterlein wollte nur noch ins Bett.

Wieder ist mein Los nicht gezogen worden, ich wollte doch so gerne nach Südafrika reisen. Auch Belgien und Norwegen hat es nicht getroffen. Das Rennen hat dieses Mal Bulgarien gemacht. Bin schon gespannt wie leicht oder schwer sich dieses Land, zu dem wir alle vier so gar keinen Bezug haben, kulinarisch umsetzen lässt.

Über mich 27.10.2008, 12.36 | (7/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Was sollen denn die Nachbarn denken?~

Beim nächsten Eintracht Frankfurt Spiel häng ich einen großen Zettel an die Türe

"NEIN, wir haben keinen Ehestreit! Mein Mann schaut NUR Fussball!!"

Da werden Kräfte freigesetzt, unfassbar!

Dieser Verein macht mich noch mal zur Witwe!!


Über mich 22.10.2008, 21.14 | (7/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Schokdee~

Schokdee - auf thailändisch - bedeutet viel Glück, aber auch "Prost!"

Genau, unseren thailändischen Abend auf unserer kulinarischen Weltreise muss ich doch noch nachtragen.

Wohl bisher der nüchternste Abend - denn zum Essen gab es Wasser ;-)

Meine Schwester hatte den Part der Getränke und hat die Dame im Thailaden interviewt und bekam die Info, dass man in Thailand zum Essen wohl hauptsächlich Wasser trinke.

Also stand auf dem Tisch eine große Karaffe mit dem edlen Nass.

Nachdem thailändische Gerichte aber durchaus sehr scharf sind kam uns das gar nicht ungelegen.

Schon die Vorspeise die meine Mutter kredenzte hatte es in sich. Garnelensalat mit Mango. Hört sich lecker und harmlos an, aber man beachte die Farbe Rot in den Zutaten.  Feinster thailändischer Chili ;-)


Gewöhnungsbedürftig war allerdings der Koriander, eine Geschmacksrichtung die mir persönlich jetzt nicht unbedingt so liegt.

Für das Hauptgericht war dieses Mal mein Mann zuständig. Und entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten hat er sich dieses Mal von der Rezeptsuche übers Kochen bis hin zum Anrichten um Alles selbst gekümmert. Brav!
Und er kam gut an mit seinem Scharfen Rindfleisch! Nein falsch, Feurig scharfem Rindfleisch!! So feurig dass sogar meine Schwester einige Chilistückchen an den Tellerrand befördert hat ;-) Aber trotz aller Schärfe war es superlecker und jeder hat noch eine Portion nachbeordert. Dieses Gericht wird bald wieder unsere Teller füllen, und gerne stelle ich auch das Rezept hier ein.





Thailändisches Essen ist weder fett noch schwer und so hatten wir, anders wie sonst auf unserer kulinarischen Weltreise, noch ganz viel Platz im Magen für die Nachspeise. Und fürs Dessert war ich ja mal wieder zuständig und habe mich für Klebereis mit Mango entschieden mit leckerer Kokoscreme.



Danach hat uns die Schankkellnerin noch mit thailändischem Chang-Bier erfreut. Passte sogar nicht in die Reihenfolge, aber macht nix. :-)
Zwischenzeitlich gab sie noch ihr Brauchtum zum Besten und erzählte uns von der traditionellen Begrüßung in Thailand - dem Wai.

Und dann die neue Auslosung der wir alle schon wieder entgegenfieberten. Und dieses Mal waren wir uns fast alle sehr einig, denn es geht nicht in die Schweiz, es geht nicht in die Schweiz und es geht nicht in die Schweiz ;-) 3 x dasselbe Land und dann wirds noch nicht mal gezogen. Nein - das Los fiel auf Portugal, und ich darf ENDLICH mal wieder was anderes als ein Dessert zubereiten.

Über mich 14.10.2008, 20.49 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Kürbistan~

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Und so hatte meine Schwester zu einem Kürbischen Abend (O-Ton Sohnemann) ausgerufen! Als Hauptgang gabs einen gefüllten Hokkaido und ich war für die Suppe zuständig. Dieses Jahr hab ich die etwas schärfere Variante gewählt! Nein keine Angst, nicht zu scharf - aber sehr würzig und superlecker. Und schnell zubereitet.

Flotte Kürbissuppe

Zutaten:
2 kleine Zwiebeln                          3 rote Chilischoten
2 Knoblauchzehen                         2 EL Olivenöl
800 g Kürbis                                 800 ml Gemüsebrühe
2 leicht säuerliche Äpfel                 2 TL Curry
2 große Kartoffeln                         Salz + Pfeffer
350 ml Sahne                               Kürbiskerne + Petersilie zur Dekoration


Den Kürbis halbieren, schälen und von Kernen und Fasern befreien und fein würfeln. Bei Hokkaido kann die Schale mitgekocht werden. Knoblauch und Zwiebeln würfeln. Bei den geschälten Äpfeln das Kerngehäuse entfernen und würfeln. Geschälte Kartoffeln achteln.
In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und darin Knoblauch und Zwiebeln andünsten bis die Zwiebeln glasig werden. Anschließend den Kürbis dazugeben und mindestens 5 Minuten andünsten. Mit Gemüsebrühe auffüllen, Kartoffeln dazu und aufkochen. In 15 Minuten weich kochen. Anschließend mit dem Pürierstab gut durchpürieren. Frische, klein geschnittene Chilischoten dazugeben und nochmal kurz mit Pürierstab durchmischen.
Noch mal kurz erhitzen, Sahne dazugeben, mit Curry, Salz + Pfeffer abschmecken.
Zum Schluß werden die kleinen Apfelstücke dazugegeben und in der Suppe miterhitzt.

Im Teller mit Kürbiskernen und frischer Petersilie anrichten!


Über mich 04.10.2008, 19.47 | (7/0) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL

~Nashledanou! - Auf Wiedersehen!~

Ein schönes langes Wochenende liegt vor uns auf das wir uns schon lange freuen!

Ein goldenes Oktoberwochenende in Tschechien, das uns auch in die "Goldene Stadt" bringen wird!

Unser Domizil wird in Kašperské Hory sein, von dort werden wir unsere Ausflüge starten!

Der kleine Mann hier darf leider nicht mit, denn leider hat er noch nicht die erforderliche Grundimmunisierung der Tollwutimpfung. Aber vielleicht kann er ja schon ein bisserl hier auf den Blog aufpassen?


Hier wirds also erst mal ein bisserl ruhiger werden. Nächste Woche hab ich Urlaub. Am Montag wird hier die Bude auf Vordermann gebracht, denn am Wochenende kann ich ja nicht. Und am Dienstag füllt sich die Bude dann für knapp eine Woche mit Besuch aus Hessen. Schwägerin samt Mann und Tochter geben sich die Ehre! Da sitzt man nicht am PC, sagt mein Anstand ;-) Aber ein bisserl konnt ich vorbloggen!

Somit wünsch ich Euch ein tolles langes Wochenende! Wollen wir hoffen dass das Wetter auch mitspielt und uns einen goldenen Oktober beschert! Alles Liebe für Euch! Wir lesen uns!

Über mich 02.10.2008, 22.53 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

~Salute!~

1 Jahr ist es her dass die Idee unserer Kulinarischen Weltreise geboren wurde.

Mit einem spanischen Tapas-Abend hatte Alles angefangen und seither haben wir 10 Länder kulinarisch bereist.

Ein kurzes Resümee: Der schwedische Abend war bislang der Schönste. Von der tschechischen Hauptspeise träumen wir heute noch. Kamerun war bislang das exotischste Land, Russland wird uns nicht zuletzt wegen der Flasche Wodka lange in Erinnerung bleiben. Meine Fritattensuppe am österreichischen Abend war ein Traum. Fast wie beim Opatija-Grill hats am kroatischen Abend geschmeckt. Die griechische selbstgemachte Pita war superlecker. Nur bei der Reise nach Frankreich erlebte ich mit meiner Creme Brulée ein halbes Desaster ;-)

Tja und wie könnte man einen solchen Jahrestag anders begehen als mit einer Reise zu einer der reichhaltigsten und abwechslungsreichsten Küchen die ich kenne?

Unser Jubiläumsabend - Italien!

Eigentlich wäre ja mein Mann zuständig für die Vorspeise gewesen, aber irgendwie kam er mit der Rezeptsuche nicht so richtig in die Gänge. Also hab ich für ihn die Auswahl getroffen und irgendwie stand ich dann auch zur Zubereitung ziemlich alleine da ;-)

Aber zumindestens ein Antipasto konnte ich ihm aufs Auge drücken. Und so stand er rührend am Herd. Und meine Mutter stand rührend daneben und war um ihre Polenta bemüht. Sehr rührend wie die zwei nebeneinander werkelten ;-)

Und weil sich das Rührspiel noch ein wenig hinziehen sollte und mein Schwesterherz und ich so schön langsam Durst bekamen, hat sie im Auftrag der Schankkellnerin des Abends mal eben 4 Gläser Limoncello mit Prosecco zurechtgemacht um unseren Appetit noch mehr anzuheizen. Giftig lecker das Zeugs! Zu lecker um ein zweites Glas zu verschmähen ;-)

Endlich gings zu Tisch. Meine 3 weiteren Antipasti hab ich schon mit frischem Ciabatta angerichtet und natürlich geknipst. Als mein Mann mit seinen Olive fritte (Sizilien) kam stürzten wir uns förmlich aufs Essen, sodass ich vergass auch seine Kreation abzulichten *gg* Aber ich kann Euch wenigstens sagen dass er vorzüglich gekocht hat. In Öl, Wein und Kräuter gebratene Oliven. So lecker, dass sogar ich davon gegessen habe, da ich sonst kein Olivenfreund bin!


Carote in agro (Piemont) - Prosciutto e fichi - Feigen mit San Danieleschinken (Friaul) - Antipasto di peperoni (Piemont)


Ein Ah und Oh war das am Tisch *gg* Obwohl das Angebot reichhaltig war blieb fast nichts davon übrig, aber man kann doch nicht aufhören wenns so prima schmeckt. Auch wenn das Hauptgericht erst noch kommen sollte, oder wie man in Italien sagt die Primi Piatti. (1. Hauptgang)

Und beim Hauptgang hat sich Mama wirklich etwas einfallen lassen. Speisen wie anno dazumal. Polenta alla spianatora! Was soviel heisst wie Polenta auf dem Holzbrett. Ein sehr ursprüngliches Gericht aus den Abruzzen.

Die fertige Polenta wird auf einem Holzbrett verteilt und in die Mitte kommt das Paprikafleisch, obendrauf reichlich Parmesan (den Mama allerdings vergessen hat)!


Polenta alla spianatora (Abruzzen)

Ja da haben wir schon Augen gemacht. Mal was ganz Anderes! Und noch erstaunter waren wir, als Mama uns die von mir gedeckten Teller entfernte. Nein, Teller brauchen wir nicht. Es wird gemeinschaftlich vom Brett gegessen. Die Gabeln durften wir behalten *gg*

Ein ganz neues Erlebnis - sehr lustig - und sehr lecker!!

Ich hab mir extra ein neues Riesenbrett angeschafft, denn dieses Gericht schreit förmlich nach Wiederholung!!

Zum Hauptgang kredenzte unsere Schankkellnerin einen Montepulciano d´Abruzzo der das Ganze geschmacklich abrundete.

Oben schrieb ich vom 1. Hauptgang, Primi Piatti, der in der Regel eine Pasta, ein Risotto oder eine Suppe darstellt. In der italienischen Menüfolge ist demzufolge auch ein Secondi Piatti vorgesehen mit Fisch- oder Fleischgerichten. Bei uns war das zweite die erste Wahl, denn mal ehrlich, wer soll das Alles essen ohne zu platzen??

Zur Verdauung hat sich meine Schwester für einen Grappa del Veneto vom Fass entschieden, der uns zumindestens das Gefühl gab die Verdauung ein wenig zu fördern, damit noch die Nachspeise reinpasst.

Und während wir also so grappatrinkender Weise verdauten gab uns Schwesterherz ihr Brauchtum zum Besten. Sie erzählte uns von einem der wichtigsten kirchlichen Feiertage Italiens, vom Ferragosto.

Und auch wenn Alle schon ganz gierig auf die neue Auslosung waren, so doch bitte Alles schön der Reihe nach. Ich war mal wieder für das Dessert zuständig. Zum dritten Mal in Folge *gg* Ich hoffe das neue Los ist gnädig.

Die Italiener lieben es ja süß und es gibt eine Vielzahl von Dolci/Süßen Nachspeisen. Tiramisu, Gelato, Panna Cotta, Zabaione, Cassata ist wohl allen bekannt und haben wir wohl alle schon mal irgendwann genießen können. Deshalb war ich auf der Suche nach etwas weniger bekanntem und bin mit einer Semifreddo, einer eisgekühlten Schichttorte aus der Emilia-Romagna, fündig geworden.


Semifreddo (Emilia-Romagna)

Die Zubereitung war schon ein bisschen knifflig und zeitaufwändig, aber ich habs mir schlimmer vorgestellt als es war und alleine der Geschmack war jeden Aufwand wert!!

Und auch wenn an diesem Abend jeder nur 1 Stückchen gegessen hat, so war die Torte spätestens am nächsten Tag bis auf ein paar Krümel vernichtet.

Nun gings aber endlich an die Auslosung. Ich wollte ja unbedingt nach Ungarn um unseren leckeren mitgebrachten Mirabellen-Honig-Likör zu verköstigen, aber Ungarn wurde genauso wenig gezogen wie Indien und die Schweiz.

Dagegen hat Thailand das Rennen gemacht und bereits morgen geht also unsere kulinarische Weltreise nach Südostasien und somit ins zweite Jahr!! (und ich habe schon wieder die Nachspeise)

Über mich 25.09.2008, 12.09 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL



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